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Allgemeines
27. Juli 2026

Cloud-Ausfall: Fast jedes zweite Unternehmen wäre existenziell betroffen

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Cloud-Technologien bilden heute das digitale Rückgrat vieler Unternehmen. Ob Kollaboration, Datenmanagement, ERP-Systeme oder KI-Anwendungen – ohne Cloud funktionieren zahlreiche Geschäftsprozesse nicht mehr. Gleichzeitig steigt damit die Abhängigkeit von einer jederzeit verfügbaren Infrastruktur.

Eine aktuelle repräsentative Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt nun, wie gravierend die Folgen eines Cloud-Ausfalls wären: 46 Prozent der Unternehmen müssten ihren Geschäftsbetrieb über kurz oder lang einstellen, wenn Cloud-Dienste nicht mehr verfügbar wären. 9 Prozent könnten sogar unmittelbar nicht mehr weiterarbeiten. Im Durchschnitt schätzen Cloud-Nutzer, ihren Betrieb lediglich rund 78 Stunden ohne Cloud aufrechterhalten zu können.

Cloud ist längst kritische Unternehmensinfrastruktur

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Cloud-Dienste heute eine ähnliche Bedeutung besitzen wie Stromversorgung oder Internetanbindung. Anwendungen für Kommunikation, Datenhaltung oder Künstliche Intelligenz sind in vielen Unternehmen vollständig in Cloud-Umgebungen integriert.

Gleichzeitig betont Bitkom, dass Cloud-Lösungen grundsätzlich nicht unsicherer seien als klassische On-Premises-Infrastrukturen. Entscheidend sei vielmehr, Cloud-Services konsequent in das Sicherheits- und Resilienzkonzept eines Unternehmens einzubinden.

Unternehmen investieren zunehmend in Resilienz

Die gute Nachricht: Viele Unternehmen haben auf die wachsende Bedeutung der Cloud bereits reagiert. Laut Bitkom verfügen:

  • 82 Prozent über Notfall- und Wiederanlaufpläne,

  • 75 Prozent sichern geschäftskritische Daten zusätzlich außerhalb der Cloud,

  • 69 Prozent überwachen ihre Cloud-Dienste aktiv,

  • 66 Prozent können im Notfall auf lokale Systeme wechseln,

  • 59 Prozent verteilen Anwendungen auf unterschiedliche Systeme,

  • 35 Prozent betreiben redundante Infrastrukturen,

  • 8 Prozent setzen bereits auf einen zweiten Cloud-Anbieter zur Absicherung.

Dennoch berichten 28 Prozent der Cloud-Nutzer, innerhalb der vergangenen zwölf Monate bereits von schwerwiegenden Cloud-Ausfällen betroffen gewesen zu sein.

Resilienz wird zum strategischen Thema

Mit zunehmender Digitalisierung wächst nicht nur die Bedeutung der Cloud, sondern auch die Verantwortung, Ausfälle abzufedern. Multi-Cloud-Strategien, Backup-Konzepte, kontinuierliches Monitoring und belastbare Business-Continuity-Pläne entwickeln sich zunehmend von technischen Maßnahmen zu strategischen Managementaufgaben.

Gerade im Zeitalter von KI, datengetriebenen Geschäftsmodellen und vernetzten Prozessen entscheidet die Widerstandsfähigkeit der digitalen Infrastruktur zunehmend über die Handlungsfähigkeit eines Unternehmens.


Q&A: Cloud-Ausfälle und Unternehmensresilienz

Warum sind Unternehmen heute so stark von der Cloud abhängig?

Cloud-Dienste bilden die Grundlage zahlreicher geschäftskritischer Anwendungen – von Bürosoftware über Kommunikation bis hin zu Datenbanken, Produktionssystemen und KI-Lösungen. Ein Ausfall kann deshalb ganze Geschäftsprozesse unterbrechen.

Wie viele Unternehmen wären von einem Cloud-Ausfall existenziell betroffen?

46 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, ihren Geschäftsbetrieb bei einem längeren Cloud-Ausfall einstellen zu müssen. 9 Prozent könnten sogar sofort nicht mehr weiterarbeiten.

Wie lange könnten Unternehmen ohne Cloud weiterarbeiten?

Cloud-Nutzer schätzen, ihren Betrieb durchschnittlich rund 78 Stunden – also etwas mehr als drei Tage – ohne Cloud-Dienste aufrechterhalten zu können.

Welche Schutzmaßnahmen setzen Unternehmen bereits ein?

Am häufigsten kommen Notfall- und Wiederanlaufpläne, externe Datensicherungen, Monitoring, lokale Notbetriebslösungen sowie redundante oder verteilte Cloud-Architekturen zum Einsatz.

Bedeutet das, dass Cloud-Lösungen unsicher sind?

Nein. Laut Bitkom bieten Cloud-Anbieter häufig sogar höhere Stabilität und Sicherheit als lokal betriebene IT-Infrastrukturen. Entscheidend ist, Cloud-Dienste professionell in ein umfassendes Sicherheits- und Resilienzkonzept einzubinden.

Welche Bedeutung hat das für Unternehmen?

Die Studie zeigt, dass Cloud-Resilienz heute ein strategischer Erfolgsfaktor ist. Unternehmen sollten ihre Notfallkonzepte regelmäßig überprüfen, kritische Anwendungen absichern und ihre Cloud-Architektur so gestalten, dass auch bei Störungen der Geschäftsbetrieb möglichst aufrechterhalten werden kann.

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