KI-Ausgaben in Deutschland steigen auf 28,7 Milliarden Euro

Der deutsche Markt für Künstliche Intelligenz wächst deutlich. Im laufenden Jahr steigen die Ausgaben für KI-Software, Dienstleistungen und Hardware voraussichtlich auf 28,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 48 Prozent gegenüber 2025. Besonders stark wächst der Bereich generative KI.
Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom werden Unternehmen und Organisationen in Deutschland 2026 voraussichtlich 11,5 Milliarden Euro für generative KI ausgeben. Im Vorjahr waren es 5,7 Milliarden Euro. Damit entfallen inzwischen rund 40 Prozent der gesamten KI-Ausgaben auf generative Anwendungen.
Bitkom beruft sich auf Daten des Marktforschungsunternehmens IDC aus dem „IDC Worldwide AI and Generative AI Spending Guide“. Veröffentlicht wurden die Zahlen anlässlich des AI, Data and Quantum Summit in Berlin.
„Bei KI erleben wir den Übergang von der Experimentierphase zu einem breiten Einsatz. In Unternehmen jeder Größe und in allen Branchen werden KI-Anwendungen genutzt. Sie machen Produkte besser und Prozesse schneller“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.
Software bleibt größter Ausgabenposten
Den größten Anteil am deutschen KI-Markt hat Software. Die Ausgaben steigen 2026 voraussichtlich um 65 Prozent auf 16 Milliarden Euro. Für Dienstleistungen rund um Künstliche Intelligenz werden 6,8 Milliarden Euro erwartet. Das entspricht einem Wachstum von 30 Prozent. Die Ausgaben für Hardware steigen um 32 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Generative KI entwickelt sich dabei zum wichtigsten Wachstumstreiber. Zu diesem Bereich zählen unter anderem Anwendungen wie ChatGPT, Claude von Anthropic, Microsoft Copilot und Google Gemini.
Die Entwicklung zeigt, dass KI in vielen Unternehmen nicht mehr ausschließlich in Pilotprojekten erprobt wird. Anwendungen werden zunehmend in bestehende Prozesse und Systeme integriert. Das betrifft unter anderem Kundenservice, Softwareentwicklung, Wissensmanagement, Marketing und interne Arbeitsabläufe.
Markt soll 2027 weiter wachsen
Auch für das kommende Jahr erwartet IDC ein deutliches Wachstum. Demnach sollen die KI-Ausgaben in Deutschland 2027 auf 40,3 Milliarden Euro steigen. Gegenüber 2026 entspräche das einem Plus von rund 40 Prozent. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Für Unternehmen rücken neben der Auswahl geeigneter Anwendungen zunehmend Fragen der technischen Integration, Datenverfügbarkeit, Governance und Sicherheit in den Vordergrund. Für die Digitale Transformation ist vor allem relevant, dass KI-Ausgaben zunehmend Teil regulärer Technologie- und Investitionsbudgets werden. Neben etablierten Unternehmen entwickeln auch Startups neue Anwendungen, Plattformen und Dienstleistungen rund um Künstliche Intelligenz.
Q&A: Die wichtigsten Zahlen zum deutschen KI-Markt
Wie groß ist der KI-Markt in Deutschland 2026?
Die Ausgaben für KI-Software, Dienstleistungen und Hardware werden nach IDC-Angaben voraussichtlich 28,7 Milliarden Euro erreichen. 2025 lag das Marktvolumen bei 19,4 Milliarden Euro.
Wie stark wächst der Markt?
Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Ausgaben um 48 Prozent.
Wie viel entfällt auf generative KI?
Für generative KI werden 2026 voraussichtlich 11,5 Milliarden Euro ausgegeben. Im Vorjahr waren es 5,7 Milliarden Euro.
Welchen Anteil hat generative KI am Gesamtmarkt?
Rund 40 Prozent der gesamten KI-Ausgaben in Deutschland entfallen inzwischen auf generative KI.
Welcher Bereich ist am größten?
KI-Software ist mit einem Volumen von 16 Milliarden Euro der größte Teilmarkt. Die Ausgaben steigen dort um 65 Prozent.
Wie hoch sind die Ausgaben für Dienstleistungen und Hardware?
Für KI-Dienstleistungen werden 6,8 Milliarden Euro erwartet, für Hardware 5,8 Milliarden Euro.
Wie entwickelt sich der Markt 2027?
IDC rechnet für 2027 mit KI-Ausgaben von 40,3 Milliarden Euro. Das wäre ein weiteres Wachstum von rund 40 Prozent.
Was bedeutet die Entwicklung für Unternehmen?
Die Zahlen deuten darauf hin, dass KI zunehmend aus der Erprobungsphase in den regulären Unternehmenseinsatz übergeht. Damit gewinnen Themen wie Integration, Daten, Sicherheit und Governance an Bedeutung.
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