Virtual Reality in Deutschland: Immer mehr Menschen nutzen VR-Brillen

Virtual Reality gewinnt in Deutschland an Bekanntheit und Akzeptanz. Bereits mehr als ein Drittel der Bevölkerung hat eine VR-Brille ausprobiert. Doch während die Technologie vor allem beim Gaming begeistert, ist sie im Alltag noch wenig verbreitet. Dabei bietet VR auch für Unternehmen großes Potenzial – etwa in der Weiterbildung, Produktentwicklung oder virtuellen Planung.
Mehr als jeder Dritte hat bereits eine VR-Brille ausprobiert
Virtuell durch fremde Städte reisen, mitten in einem Computerspiel stehen oder neue Produkte in einer digitalen Umgebung erleben: Virtual Reality (VR) eröffnet Möglichkeiten, die über klassische Bildschirmanwendungen hinausgehen.
Laut einer aktuellen repräsentativen Bitkom-Studie haben inzwischen 35 Prozent der Deutschen ab 16 Jahren bereits eine VR-Brille genutzt. Im Vorjahr waren es noch 28 Prozent. Weitere 43 Prozent können sich vorstellen, die Technologie auszuprobieren. Damit stehen insgesamt 78 Prozent der Bevölkerung Virtual Reality grundsätzlich offen gegenüber.
Besonders verbreitet ist VR unter jüngeren Menschen: 57 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben bereits Erfahrungen mit einer VR-Brille gesammelt. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 45 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 30 Prozent. Auch unter den über 65-Jährigen besteht Interesse: 56 Prozent haben VR bislang nicht genutzt, würden es aber gerne ausprobieren.
Zwischen Interesse und regelmäßiger Nutzung
Trotz wachsender Bekanntheit hat sich Virtual Reality bislang kaum als alltägliche Technologie etabliert. Von den Menschen, die bereits eine VR-Brille ausprobiert haben, nutzen sie lediglich 12 Prozent mindestens einmal pro Woche. Weitere 17 Prozent greifen mehrmals im Monat darauf zurück. Die Mehrheit von 63 Prozent nutzt VR dagegen nur einmal im Monat oder seltener.
Die Herausforderung liegt damit weniger darin, Menschen für die Technologie zu begeistern, sondern vielmehr darin, langfristig relevante Anwendungen zu schaffen.
„Virtual Reality erreicht immer mehr Menschen, aber aus dem ersten Erlebnis wird noch nicht automatisch eine regelmäßige Nutzung“, erklärt Bitkom-Experte für Consumer Technology Dr. Sebastian Klöß. Besonders großes Potenzial sieht er dort, wo VR Erfahrungen und Trainings ermöglicht, die in der realen Welt nur mit hohem Aufwand oder hohen Kosten umsetzbar wären.
Gaming dominiert – doch berufliche Anwendungen gewinnen an Bedeutung
Der wichtigste Einsatzbereich von Virtual Reality bleibt die Unterhaltung. 92 Prozent der VR-Nutzerinnen und -Nutzer haben bereits Computer- oder Videospiele mit einer VR-Brille gespielt. 68 Prozent haben virtuelle Reisen unternommen, 66 Prozent Filme, Serien oder Videos angeschaut.
Doch die Technologie kommt längst auch außerhalb des Entertainment-Bereichs zum Einsatz. Jeweils 26 Prozent haben VR bereits bei Ausstellungen, Messen oder Museumsbesuchen sowie für Lernangebote, Schulungen und Weiterbildungen genutzt. 23 Prozent verwendeten VR zur Visualisierung von Wohnräumen, Einrichtungen oder Bauprojekten.
Gerade für Unternehmen eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten. Virtuelle Trainingsumgebungen können beispielsweise helfen, komplexe Arbeitsabläufe zu erlernen, Maschinenbedienung zu üben oder sicherheitskritische Situationen zu simulieren. Auch in der Produktentwicklung, Architektur und Industrieplanung lassen sich digitale Modelle nutzen, um Entwürfe frühzeitig erlebbar zu machen.
Virtual Reality als Werkzeug der Digitalen Transformation
Die Ergebnisse zeigen: Das Interesse an Virtual Reality ist vorhanden. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, wie gut sich die Technologie in bestehende Prozesse integrieren lässt und welchen konkreten Nutzen sie bietet.
Für Unternehmen stellt sich deshalb zunehmend die Frage, in welchen Bereichen immersive Technologien einen messbaren Mehrwert schaffen können. Besonders interessant sind Anwendungen, die Kosten reduzieren, die Qualität von Schulungen verbessern oder Planungs- und Entwicklungsprozesse vereinfachen.
Welche Rolle Virtual Reality, Spatial Computing und weitere Zukunftstechnologien für die Wirtschaft spielen, ist auch Teil der Diskussion über die Digitale Transformation.
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Q&A: Die wichtigsten Fragen zu Virtual Reality
Was ist Virtual Reality (VR)?
Virtual Reality bezeichnet eine computergenerierte, dreidimensionale Umgebung, in die Nutzerinnen und Nutzer mithilfe einer VR-Brille eintauchen können. Anders als bei klassischen Bildschirmen entsteht dabei das Gefühl, sich direkt innerhalb der virtuellen Welt zu befinden.
Wie viele Menschen in Deutschland haben bereits eine VR-Brille genutzt?
Laut einer repräsentativen Bitkom-Befragung aus dem Jahr 2026 haben 35 Prozent der Deutschen ab 16 Jahren bereits eine VR-Brille ausprobiert. Weitere 43 Prozent würden die Technologie gerne nutzen.
Wofür werden VR-Brillen am häufigsten eingesetzt?
Gaming ist mit 92 Prozent der mit Abstand häufigste Anwendungsbereich unter bisherigen VR-Nutzerinnen und -Nutzern. Es folgen virtuelle Reisen mit 68 Prozent sowie Filme, Serien und Videos mit 66 Prozent. Auch Weiterbildung, Messen und virtuelle Planungen gehören zu den Einsatzbereichen.
Wie wird Virtual Reality in Unternehmen eingesetzt?
Unternehmen können VR unter anderem für Mitarbeiterschulungen, virtuelle Trainings, Produktentwicklung, Anlagenplanung und die Visualisierung komplexer Prozesse nutzen. Besonders bei kostspieligen oder sicherheitskritischen Abläufen kann die Technologie neue Möglichkeiten bieten.
Warum nutzen bislang nur wenige Menschen VR regelmäßig?
Obwohl viele Menschen VR bereits ausprobiert haben, fehlt es offenbar noch häufig an Anwendungen, die dauerhaft einen konkreten Nutzen bieten. Neben attraktiven Inhalten sind auch Faktoren wie Anschaffungskosten, Tragekomfort und die Integration in bestehende Abläufe für eine breitere Nutzung relevant.
Welche Bedeutung hat Virtual Reality für die Digitale Transformation?
VR ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit, Wissensvermittlung und Produktentwicklung. Für Unternehmen kann die Technologie insbesondere dann interessant sein, wenn virtuelle Anwendungen reale Prozesse effizienter, sicherer oder kostengünstiger gestalten.
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