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Die deutsche Digitalwirtschaft bleibt auf Wachstumskurs. Trotz einer weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage steigen die Umsätze im IT- und Telekommunikationsmarkt auch 2026. Besonders dynamisch entwickeln sich Software, Cloud-Services und Künstliche Intelligenz. Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Investitionen in digitale Technologien bleiben ein zentraler Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit.
Nach der aktuellen Bitkom-Prognose wächst der deutsche Markt für Informationstechnologie und Telekommunikation 2026 um 4,1 Prozent auf 246,4 Milliarden Euro. Damit setzt sich das Wachstum fort, auch wenn sich das Tempo gegenüber dem Vorjahr leicht verlangsamt.
Der stärkste Wachstumsmotor bleibt der Softwaremarkt. Die Umsätze steigen 2026 voraussichtlich um 9,9 Prozent auf 58,1 Milliarden Euro. Besonders deutlich wächst Software für den Betrieb öffentlicher Cloud-Infrastrukturen. Allein Cloud-Software erreicht ein Marktvolumen von 42,5 Milliarden Euro und wächst gegenüber dem Vorjahr um 21,9 Prozent.
Noch dynamischer entwickelt sich der Markt für KI-Plattformen. Hier erwartet Bitkom ein Wachstum von 75,8 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Zwar macht KI damit weiterhin nur einen vergleichsweise kleinen Teil des gesamten Softwaremarktes aus, das Wachstum verdeutlicht jedoch, wie schnell Unternehmen entsprechende Technologien in ihre Digitalstrategien integrieren.
Für Unternehmen ist diese Entwicklung weit mehr als eine Marktstatistik. Software, Cloud und KI entwickeln sich zunehmend zu den Technologien, mit denen Prozesse automatisiert, neue Geschäftsmodelle aufgebaut und Innovationszyklen verkürzt werden.
Auch jenseits von Software wächst der IT-Markt weiter. Besonders gefragt bleibt Cloud-Infrastruktur. Das Segment Infrastructure-as-a-Service (IaaS) legt 2026 um 22,3 Prozent zu und gehört damit zu den stärksten Wachstumstreibern innerhalb der IT-Hardware.
Gleichzeitig investieren Unternehmen verstärkt in Server, Datenspeicher, Sicherheitslösungen und leistungsfähige Workstations. Dagegen gehen klassische Hardwaresegmente wie Desktop-PCs oder Tablets teilweise zurück.
Die Entwicklung zeigt einen klaren Trend: Unternehmen investieren dort, wo digitale Infrastruktur unmittelbar Produktivität, Skalierbarkeit und IT-Sicherheit verbessert.
Während Software und Cloud besonders stark wachsen, entwickelt sich der Telekommunikationsmarkt moderater. Für 2026 wird ein Umsatzplus von 1,4 Prozent auf 75,6 Milliarden Euro erwartet.
Gleichzeitig steigen die Investitionen in Telekommunikationsinfrastruktur wieder deutlich. Der Ausbau leistungsfähiger Mobilfunk- und Glasfasernetze bleibt eine Grundvoraussetzung für Anwendungen rund um Cloud Computing, KI und datengetriebene Geschäftsmodelle.
Gerade für Unternehmen wird die Qualität der digitalen Infrastruktur zunehmend zum Standortfaktor.
Die Stimmung in der Branche zeigt sich vergleichsweise robust. Fast jedes vierte ITK-Unternehmen (23 Prozent) plant, seine Investitionen 2026 zu erhöhen. Weitere 57 Prozent wollen ihr Investitionsniveau mindestens konstant halten.
Die Investitionsschwerpunkte liegen insbesondere auf:
Softwareentwicklung
Forschung und Entwicklung
Digitale Infrastruktur
Technische Ausstattung
Damit setzt die Branche trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin auf langfristige Innovationsfähigkeit.
Trotz der positiven Entwicklung fällt das Wachstum in Deutschland im internationalen Vergleich vergleichsweise gering aus.
Der weltweite ITK-Markt wächst 2026 voraussichtlich um 8,5 Prozent. Besonders stark entwickeln sich die USA mit einem Wachstum von 12,7 Prozent. Deutschland erreicht dagegen lediglich 4,1 Prozent.
Für Unternehmen ist diese Entwicklung ein wichtiger Hinweis: Internationale Wettbewerber investieren deutlich schneller in digitale Technologien, Rechenzentren, Cloud-Infrastrukturen und KI-Anwendungen. Wer langfristig wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss Digitalisierung nicht nur als Effizienzprojekt verstehen, sondern als strategischen Wachstumstreiber.
Die aktuellen Marktzahlen zeigen deutlich, wohin sich der Markt entwickelt. Investitionen konzentrieren sich zunehmend auf Technologien, die Unternehmen dabei unterstützen, schneller zu skalieren, Prozesse zu automatisieren und Innovationen effizient umzusetzen.
Für Entscheiderinnen und Entscheider ergeben sich daraus mehrere strategische Fragen:
Welche Rolle spielt KI bereits heute in der eigenen Wertschöpfung?
Ist die bestehende Cloud-Strategie ausreichend skalierbar?
Sind Daten, Infrastruktur und Prozesse bereit für den produktiven KI-Einsatz?
Wo entstehen durch digitale Technologien neue Geschäftsmodelle statt ausschließlich Effizienzgewinne?
Gerade diese Fragen stehen auch auf der TRANSFORM im Mittelpunkt. Dort diskutieren Unternehmen, Technologieanbieter und Expertinnen und Experten anhand konkreter Praxisbeispiele, wie sich KI, Cloud und digitale Technologien erfolgreich in Geschäftsprozesse integrieren lassen und welche Strategien langfristig Wettbewerbsvorteile schaffen.
Unternehmen und öffentliche Verwaltung investieren weiterhin in Software, Cloud-Technologien, IT-Services und Cybersicherheit. Digitalisierung bleibt für viele Organisationen eine strategische Investition, um Effizienz zu steigern, Innovationen umzusetzen und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Zu den größten Wachstumstreibern gehören Cloud-Software (+21,9 Prozent), Infrastructure-as-a-Service (+22,3 Prozent) und insbesondere KI-Plattformen mit einem prognostizierten Wachstum von 75,8 Prozent.
KI entwickelt sich zunehmend von einer Einzelanwendung zu einer Basistechnologie. Unternehmen nutzen sie unter anderem für Automatisierung, Datenanalyse, Softwareentwicklung, Kundenservice und die Entwicklung neuer Produkte und Services.
Cloud-Infrastrukturen ermöglichen flexible Skalierung, schnellere Bereitstellung neuer Anwendungen und bilden die technische Grundlage für viele moderne KI-Lösungen. Ohne leistungsfähige Cloud-Architekturen lassen sich datenintensive Anwendungen häufig nur eingeschränkt betreiben.
Internationale Märkte investieren deutlich stärker in digitale Infrastruktur, Rechenzentren und KI-Technologien. Während der deutsche ITK-Markt 2026 um 4,1 Prozent wächst, wird für die USA ein Wachstum von 12,7 Prozent erwartet. Das erhöht den Wettbewerbsdruck auf europäische Unternehmen.
Die Zahlen verdeutlichen, dass Digitalisierung zunehmend ein strategischer Wettbewerbsfaktor ist. Unternehmen sollten ihre Investitionen in KI, Cloud und digitale Infrastruktur nicht isoliert betrachten, sondern als Grundlage für zukünftiges Wachstum, Innovation und Resilienz.