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Fast alle Industrieunternehmen setzen bereits auf Industrie-4.0-Anwendungen. Doch während Künstliche Intelligenz, Digitale Zwillinge und vernetzte Produktion zunehmend zum Standard werden, wächst zugleich der internationale Wettbewerbsdruck. Der Bitkom-Studienbericht zeigt: Die Digitale Transformation der Industrie ist weit vorangeschritten – jetzt entscheidet die Geschwindigkeit der Umsetzung über die Wettbewerbsfähigkeit.
Die deutsche Industrie hat die Grundlagen der Digitalen Transformation weitgehend geschaffen. Laut der aktuellen Bitkom-Studie setzen bereits 97 Prozent der Industrieunternehmen mindestens eine Industrie-4.0-Anwendung ein. Gleichzeitig bewerten 94 Prozent Industrie 4.0 als sehr wichtig oder unverzichtbar, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.
Damit verändert sich auch die Diskussion: Nicht mehr die Frage ob Unternehmen digitalisieren, sondern wie schnell neue Technologien skaliert werden, entscheidet über die Zukunftsfähigkeit von Produktionsstandorten.
Besonders deutlich wird dieser Wandel beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Bereits 40 Prozent der Industrieunternehmen nutzen KI in ihrer Produktion, weitere 38 Prozent planen den Einsatz. Damit gehört KI inzwischen zu den am stärksten verbreiteten Industrie-4.0-Technologien.
Die Erwartungen sind entsprechend hoch:
79 Prozent sehen KI künftig als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit.
76 Prozent wünschen sich eine Vorreiterrolle Deutschlands beim KI-Einsatz.
Gleichzeitig befürchten 55 Prozent, dass die deutsche Industrie die KI-Revolution verschlafen könnte.
Für Unternehmensentscheiderinnen und Unternehmensentscheider bedeutet das: KI entwickelt sich vom Innovationsprojekt zur strategischen Infrastruktur. Wer heute lediglich pilotiert, könnte morgen bereits Wettbewerbsnachteile aufbauen.
Neben KI gewinnen weitere Technologien deutlich an Bedeutung. Digitale Zwillinge und IoT-Plattformen werden jeweils bereits von 45 Prozent der Unternehmen eingesetzt. Weitere Unternehmen planen deren Einführung. Damit entstehen immer stärker vernetzte Produktionsumgebungen, in denen Daten kontinuierlich analysiert und Prozesse automatisiert optimiert werden.
Gerade diese Kombination aus Datenverfügbarkeit, Vernetzung und KI bildet die Grundlage moderner Smart Factories.
Während klassische Industrie-4.0-Technologien inzwischen etabliert sind, richtet sich der Blick bereits auf die nächste Entwicklungsstufe: Physical AI und humanoide Roboter.
Noch setzen lediglich sechs Prozent der Industrieunternehmen entsprechende Systeme produktiv ein. Dennoch sehen bereits 64 Prozent in humanoiden Robotern einen Produktivitätstreiber, und 68 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Deutschland diese Technologie aktiv entwickelt und international positioniert. Gleichzeitig bleibt die Einschätzung differenziert: Rund jedes dritte Unternehmen betrachtet humanoide Roboter derzeit noch als kurzfristigen Hype.
Für viele Unternehmen dürfte deshalb zunächst weniger der kurzfristige Einsatz als vielmehr die strategische Beobachtung dieser Entwicklung im Fokus stehen.
Die Studie macht zugleich deutlich, dass sich die Digitale Transformation unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vollzieht. 58 Prozent der Industrieunternehmen erwarten, dass die aktuelle Konjunktur ihre Digitalisierungsaktivitäten bremst. Gleichzeitig nimmt der internationale Wettbewerbsdruck weiter zu – insbesondere durch China.
Entsprechend sehen viele Unternehmen Deutschland beim Thema Industrie 4.0 inzwischen nicht mehr an der Spitze. In der Wahrnehmung der Befragten führen China und die USA den internationalen Wettbewerb an, Deutschland folgt erst auf Platz drei.
Gerade deshalb wird Digitalisierung zunehmend nicht mehr ausschließlich als Effizienzprogramm verstanden, sondern als Voraussetzung für Resilienz, Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Bitkom-Studie unterstreicht einen grundlegenden Wandel: Industrie 4.0 ist in der Breite angekommen. Der nächste Wettbewerbsvorteil entsteht nicht mehr durch einzelne Digitalisierungsprojekte, sondern durch die intelligente Verbindung von KI, Datenplattformen, Digitalen Zwillingen und automatisierten Produktionsprozessen.
Für Entscheiderinnen und Entscheider rücken damit Fragen in den Mittelpunkt wie:
Wie lassen sich KI-Anwendungen schnell in bestehende Produktionsprozesse integrieren?
Welche Datenbasis ist notwendig, um Industrial AI erfolgreich einzusetzen?
Wie können Unternehmen neue Technologien skalieren, statt sie ausschließlich zu pilotieren?
Welche Kompetenzen benötigen Mitarbeitende künftig?
Genau diese Fragestellungen stehen auch im Mittelpunkt der TRANSFORM: Wie Unternehmen digitale Technologien nicht nur implementieren, sondern daraus nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit entwickeln.
Industrie 4.0 ist in der deutschen Industrie nahezu flächendeckend angekommen. Laut Bitkom setzen 97 Prozent der Industrieunternehmen mindestens eine Industrie-4.0-Anwendung ein. Gleichzeitig bewerten 94 Prozent Industrie 4.0 als wichtig oder sogar unverzichtbar für die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Zu den am weitesten verbreiteten Technologien zählen Digitale Zwillinge und IoT-Plattformen, die jeweils von 45 Prozent der Industrieunternehmen genutzt werden. Künstliche Intelligenz (KI) wird bereits von 40 Prozent eingesetzt, weitere 38 Prozent planen ihren Einsatz. Damit entwickelt sich KI zu einer der wichtigsten Technologien der modernen Industrieproduktion.
Der Bitkom-Studienbericht zeigt, dass KI als strategischer Wettbewerbsfaktor betrachtet wird. 79 Prozent der Industrieunternehmen gehen davon aus, dass KI künftig entscheidend für ihre Wettbewerbsfähigkeit sein wird. Gleichzeitig wünschen sich 76 Prozent, dass Deutschland beim industriellen KI-Einsatz international eine führende Rolle übernimmt.
Ja. 55 Prozent der befragten Industrieunternehmen befürchten, dass Deutschland die KI-Revolution verschlafen könnte. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen den technologischen Wandel als Chance, aber auch als erhebliches Wettbewerbsrisiko wahrnehmen.
Humanoide Roboter befinden sich noch in einer frühen Marktphase. Aktuell setzen 6 Prozent der Industrieunternehmen entsprechende Systeme ein. Gleichzeitig sehen 64 Prozent in humanoiden Robotern künftig einen Produktivitätstreiber, während 68 Prozent fordern, dass Deutschland diese Technologie aktiv entwickelt und international wettbewerbsfähig macht.
Nach Einschätzung der Unternehmen stellen vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Herausforderung dar. 58 Prozent erwarten, dass die aktuelle Konjunktur ihre Digitalisierungsaktivitäten bremst. Gleichzeitig erhöhen internationaler Wettbewerbsdruck, Investitionskosten und der Bedarf an qualifizierten Fachkräften den Transformationsdruck.
Die Mehrheit der befragten Unternehmen sieht Deutschland beim Thema Industrie 4.0 nicht mehr an der Weltspitze. Im internationalen Vergleich werden China und die USA als führend wahrgenommen, während Deutschland aus Sicht der Unternehmen auf Rang drei folgt. Daraus leitet sich die Forderung ab, Innovationen schneller in die industrielle Praxis zu überführen.
Der Studienbericht macht deutlich, dass die Einführung von Industrie-4.0-Technologien für die meisten Unternehmen abgeschlossen ist. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil entsteht künftig durch die Skalierung von Künstlicher Intelligenz, Digitalen Zwillingen und datengetriebenen Produktionsprozessen sowie deren konsequente Integration in die Wertschöpfung.