Digitale Transformation ist längst zur strategischen Kernaufgabe für Unternehmen jeder Branche geworden. Als einer der zentralen digitalen Infrastrukturpartner in Deutschland prägt die Telekom diesen Wandel maßgeblich – von Netzen über Cloud und Security bis hin zu Künstlicher Intelligenz. Im Interview spricht Klaus Werner, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland GmbH, darüber, wie stabile Infrastrukturen zu echten Enablern neuer Geschäftsmodelle werden, warum digitale Souveränität zum Wettbewerbsfaktor avanciert und welche Rolle europäische Werte, Startups und industrielle KI für die Zukunft der Wirtschaft spielen.
Klaus Werner (W): Digitale Transformation beginnt für uns nicht bei Technologie, sondern bei Wirkung. Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen jeder Branche eine stabile, sichere und skalierbare digitale Basis zu geben – vom Startup über den Mittelstand bis hin zum multinationalen Großkonzern sowie die öffentliche Hand. Wir verbinden Netze, Cloud, Security und Services so, dass Kunden sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Entscheidend ist für uns, dass Lösungen im Alltag funktionieren, nicht nur in der Theorie.
W: Glasfaser sorgt für Stabilität, 5G für Echtzeitfähigkeit und Cloud für Skalierung. Zusammen ermöglichen sie Innovation dort, wo sie entsteht und benötigt wird – in der Produktion, in der Logistik, im Handel oder im Gesundheitswesen. Unternehmen können Prozesse automatisieren, Daten in Echtzeit nutzen und neue Geschäftsmodelle schneller umsetzen. Unsere Rolle ist es, diese technologische Komplexität beherrschbar zu machen. Ein gutes Beispiel dafür ist T Cloud Public. Dahinter steht gebündelt unsere gesamte Cloud-Expertise. Denn echte digitale Freiheit entsteht erst dann, wenn Unternehmen genau die souveränen Cloud-Lösungen erhalten, die zu ihren Anforderungen passen. Mit T Cloud Public verbinden wir technologische Vielfalt, starke Partner und einen klaren europäischen Wertekompass – eine wirkliche Alternative zu den Angeboten der Hyperscaler.
W: Souveränität ist kein Cloud-Feature. Sie ist eine strategische Entscheidung. Und Vertrauen ist die Grundwährung der Digitalisierung. Deshalb sind Datenschutz und Sicherheit bei uns fester Bestandteil jeder Architektur – mit transparenter Datenhaltung, klaren Verantwortlichkeiten und europäischen Werten. Mit der Industrial AI Cloud, die wir Anfang Februar in München eröffnen, machen wir diesen Anspruch konkret: eine KI-Fabrik für industrielle Anwendungen, betrieben in Deutschland, unter deutschen Regeln. Gemeinsam mit Partnern wie NVIDIA, SAP und Siemens liefern wir einen vollständigen KI-Stack – von der Konnektivität bis zur Anwendung. Unternehmen behalten die volle Kontrolle über ihre Daten und können KI produktiv einsetzen, ohne strategische Abhängigkeiten einzugehen. In geopolitisch unsicheren Zeiten wird genau das zum echten Wettbewerbsfaktor für Unternehmen in Europa.
W: Digitale Innovation entsteht heute im Zusammenspiel aus technologischer Tiefe und Geschwindigkeit. Deshalb arbeiten wir sowohl mit führenden Tech-Innovatoren als auch gezielt mit Startups zusammen. Mit etablierten Technologiepartnern entwickeln wir leistungsfähige, skalierbare Lösungen für komplexe Anforderungen. Gleichzeitig fördern wir über unser Startup-Programm TechBoost ausgewählte cloudbasierte Startups und bringen ihre Lösungen in reale Kundenumgebungen – mit Infrastruktur, Vertrieb und Marktzugang. Für unsere Kunden bedeutet das: Innovation kommt nicht nur aus dem Labor. Sie ist einsatzbereit, integrierbar und im Alltag bewährt.
W: Wer KI ernsthaft einsetzen will, muss bei der Infrastruktur anfangen. Moderne Netzwerke sind die Voraussetzung dafür, dass Daten verfügbar, skalierbar und sicher genutzt werden können. Entscheidend ist, Netze, Cloud, Security und KI von Anfang an zusammenzudenken – nicht als Einzellösungen, sondern als integrierte Architektur. Infrastruktur darf dabei keine isolierte IT-Frage sein, sondern muss Teil der Unternehmensstrategie werden. So wird sie vom Kostenfaktor zum Enabler neuer Geschäftsmodelle.
W: Intern nutzen wir KI, unter anderem um Prozesse zu vereinfachen, Netze stabiler zu machen und Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Für unsere Kunden übersetzen wir KI in konkrete, betreibbare Lösungen, etwa für automatisierte Abläufe oder industrielle Anwendungen. Ein Beispiel ist Business GPT: Die Leistungsfähigkeit generativer KI integriert in Unternehmensprozesse, mit klarer Datenkontrolle, Sicherheits- und Compliance-Standards. Ein weiteres Beispiel ist Conversational AI, mit der Unternehmen ihren Kundenservice automatisieren, Mitarbeitende entlasten und gleichzeitig die Servicequalität erhöhen können. Entscheidend ist dabei, dass KI nicht isoliert eingeführt wird, sondern nahtlos in Netz, Cloud und Security eingebettet ist. So entsteht kein Experimentierfeld, sondern verlässlicher Mehrwert im Tagesgeschäft.
W: Künstliche Intelligenz wird zum festen Bestandteil nahezu aller Geschäftsprozesse. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an sichere, hochverfügbare Netze. Und digitale Souveränität entscheidet darüber, wie selbstbestimmt Unternehmen Technologie nutzen können. Wer diese drei Themen jetzt zusammen denkt, verschafft sich einen klaren Vorsprung.
W: Sie müssen Digitalisierung als Daueraufgabe begreifen, nicht als Projekt. Das heißt: konsequent in sichere Infrastrukturen investieren, Kompetenzen aufbauen und den Mut haben, Dinge zu verändern. Technologie allein reicht nicht. Entscheidend ist, ob Organisationen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Digitalisierung aktiv zu gestalten.
Ob KI, Cloud, 5G oder souveräne Datenräume: Die Antworten von Klaus Werner zeigen eindrucksvoll, dass Digitale Transformation nur dann Wirkung entfaltet, wenn Technologie, Strategie und Verantwortung zusammengedacht werden. Wie Unternehmen diese Herausforderungen konkret meistern und welche Impulse führende Köpfe aus Wirtschaft, Technologie und Startups liefern, erleben Sie live auf der TRANSFORM. Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket und gestalten Sie die Zukunft Ihrer Organisation aktiv mit. Tickets finden Sie hier: Unsere Tickets | TRANSFORM